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Geschichte des Heimat- und Verschönerungsverein Seeheim (HVV)

Der Verein wurde 1881 als Verkehrs- und Verschönerungsverein Seeheim gegründet. Neben dem Gründungsjahr ist wenig über den alten Verein bekannt. Er wurde gegründet, um den damals aufkommenden Tourismus zu unterstützen und Gäste nach Seeheim zu locken.


Nach den Wirren im ersten Weltkrieg erfolgte im Jahr 1924 die Neugründung. In dieser Zeit traf man sich an Orten, die manchen noch bekannt sind. Gaststätte Eisinger, Hotel Hufnagel, Restaurant zum Löwen, bei Hörrs – dem Darmstädter Hof - und natürlich immer wieder im Rathaus. Ab 1931 verlieren sich die Spuren wieder und erst nach dem zweiten Weltkrieg entstand der heutige Verein.


Er schrieb sich die Verschönerung des Ortes auf seine Fahne. Der Tourismus hatte nachgelassen und wurde nicht mehr im Namen geführt. Neben der Verschönerung des Ortes widmete man sich ab 1972 der Wiederbelebung der Burgruine auf dem Tannenberg. Was bis zu diesem Zeitpunkt ein überwucherter Steinhaufen, wurde vom Verein in nunmehr über 50 Jahren aus dem Dornröschen Schlaf gerissen. Heute ist die Burg ein lohnendes Ausflugsziel und der seit 2017 begehbare Turm (Bergfried) ermöglicht einen tollen Blick bis nach Frankfurt, zum Taunus und in die Pfalz. Es wurden die noch vorhandenen Mauerreste gesichert und teilweise wieder aufgebaut um den Besuchern eine Vorstellung von den ursprünglichen Dimensionen der Burg zu geben.


In den 1970er Jahren war der Verein auch kulturell unterwegs. Ballnächte im neuen Schulungszentrum der Lufthansa waren berühmt und zogen Kreise weit über Seeheim hinaus. In dieser Zeit war die Mitgliedszahl sehr hoch, bedeutete eine Mitgliedschaft doch, dass man dadurch Karten für dieses wichtige Ereignis bekommen konnte. Knapp 300 Mitglieder wurden damals gezählt. Ab 1971 gab es den Blütenball und später den Sommernachtsball, der 1995 wegen der hohen Kosten eingestellt werden musste.


Dafür gab es dann den „Advent in der Scheune“ bei der die Schüler der Tannenbergschule die musikalische Unterhaltung übernehmen und örtliche Vereine einen Adventsmarkt gestalten. Mittlerweile ist der Termin am ersten Advent eine feste Größe im Gemeindegeschehen.


Anfang der 2000er Jahre wurde die Idee für einen Brunnen neben dem Rathaus in die Wege geleitet. Am Schulpädchen entstand er mit Figuren des Künstlers Peter Lenk und wurde der „Seeheimer Halbkreis“ genannt. Manch einer aus Seeheim meint, dass die eine oder andere Figur jemandem aus der Nachbarschaft ähnlich sehe. 201 wurde der Brunnen als fertiges Kunstobjekt der Gemeinde übergeben.


Neben der Burg gestaltet der Verein immer wieder Veranstaltung in der Alten Scheune und trägt zur Verschönerung des Ortes bei, wie die Beschaffung der Weihnachtssterne gezeigt hat.


2025 hat sich der Heimat- und Verschönerungsverein mit dem Verein der Kerweborschen zusammengeschlossen und stellt die Abteilung „Heimat“.


Seeheimer Halbkreis

Am Sonntag dem 09. September 2012, einem strahlend schönen Tag, ging der vom Heimat und Verschönerungsverein Seeheim erstellte Brunnen hinter dem neuen Rathaus in den Besitz der Gemeinde über. 2005 vom HVV und vielen kleinen und großen Spenden errichtete Brunnen wurde mit diesem festlichen Akt auch offiziell in Seeheimer Halbkreis umbenannt.


Mitglieder des HVV sorgten für festliche Stimmung bei Sekt und Brötchen, den Spendern wurde gedankt und Herr Bürgermeister Olaf Kühn bekam einen riesigen gebackenen Schlüssel, der anschließend verspeist wurde, überreicht.


Der Künstler Peter Lenk aus Bodman am Bodensee nannte seine Figuren intern die Touristen. Zwei Tage vor der Übergabe war Herr Lenk in Seeheim um kleine Schönheitsreparaturen an den Figuren vorzunehmen, und freute sich auch über die neue Namensgebung. Eine Namenstafel,am Sonntag erst noch provisorisch angebracht, erklärt in Zukunft allen Gästen um was für ein Kunstwerk es sich handelt.


Der HVV hat sich verpflichtet auch weiterhin für Sauberkeit an den Figuren zu sorgen. Die schon 2005 vertraglich festgelegte Übergabe im Jahre 2012 hat überwiegend versicherungstechnische Gründe. Beide Gremien hoffen, dass der Seeheimer Halbkreis auch in Zukunft von Vandalismus verschont bleibt und allen Gästen ein Schmunzeln entlockt.